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Treibstoff aus künstlicher Fotosynthese

Der Prozess der Umwandlung von Licht in chemische Energie kommt ins Labor: Forscher entwickeln Prototyp um Treibstoff zu erzeugen.

Fotosynthese ist der Prozess der Umwandlung von Licht in chemische Energie. Entdeckt wurde die Fotosynthese im 18. Jahrhundert und ergibt die Gleichung: Kohledioxid plus Wasser ergeben unter Lichteinfluss chemisch gebundene Energie plus Sauerstoff. Seit Jahren ist die Fotosynthese ein heißes Forschungsthema, um aus Sonnenlicht Energie zu erzeugen.

Forschungsergebnisse aus Jülich

Sonnenlicht ist reichlich vorhanden, sauber und günstig. Die Umwandlung des Lichts in Energie ist somit besonders attraktiv. Pflanzen, Algen und Bakterien machen sich den Prozess schon seit Jahrtausenden zunutze. Einem deutschen Forschungsteam am größten Forschungszentrum Europas in Jülich ist es nun gelungen, einen kostengünstigen Prototypen am Beispiel der Pflanzen zu bauen. Eine Solarzelle wird zusammen mit einem Elektrolyseur verwendet, um so Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Der entstehende Wasserstoff kann dann zu Treibstoff weiter verarbeitet werden.

Künstliche Fotosynthese begann 1912

105 Jahre hat es gedauert, die künstliche Fotosynthese zu perfektionieren. Die Forschung zur künstlichen Umwandlung von Licht begann 1912 mit dem italienischen Chemiker Giacomo Ciamician. Seither konnte die Forschung immer wieder Erfolge verzeichnen, aber nur unter Verwendung teurer Katalysatoren. Die neuartige Technik verwendet keine seltenen Materialien und ist kostengünstig – damit steht der Weg frei zum kommerziellen Durchbruch.


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